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COSPAS/SARSAT im GMDSS: Satellitengestütztes Notsystem für EPIRB-Notmeldungen

COSPAS/SARSAT

COSPAS/SARSAT ist ein satellitengestütztes Notsystem im GMDSS, das ausschließlich dem Empfang und der Ortung von EPIRB-Notmeldungen dient und damit eine zentrale Rolle bei SAR-Maßnahmen spielt.

Definition

COSPAS/SARSAT bezeichnet ein System von COSPAS/SARSAT-Satelliten zum Empfang und zur Ortung von EPIRB-Notmeldungen. Es handelt sich um ein reines Notsystem, über das keine Kommunikation möglich ist. Das System unterstützt die Einleitung von Search and Rescue (SAR)-Maßnahmen, indem es Seenotmeldungen von EPIRB-Notfunkbaken aufnimmt und die Position des verunglückten Fahrzeugs bestimmt.

Technischer Hintergrund

Im GMDSS werden EPIRB-Notfunkbaken eingesetzt, um im Seenotfall einfach manuell oder automatisch eine Notmeldung absetzen zu können. Diese EPIRB-Seenotbaken senden EPIRB-Notmeldungen, die von COSPAS/SARSAT-Satelliten empfangen werden. Das COSPAS/SARSAT-System dient ausschließlich dem Empfang und der Ortung dieser Notmeldungen; es ist damit ein reines Notsystem, im Gegensatz zu Inmarsat-Satelliten, die für Satellitentelefonie genutzt werden. Die über COSPAS/SARSAT ermittelte Position wird für SAR-Meldungen und nachfolgende SAR-Maßnahmen genutzt.

Bedeutung für die SRC-Prüfung

Für das SRC ist prüfungsrelevant, dass COSPAS/SARSAT als Bestandteil des weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems GMDSS verstanden wird. Prüflinge müssen wissen, dass EPIRB-Notfunkbaken ihre Signale über COSPAS/SARSAT-Satelliten absetzen und dass dieses System ausschließlich für Notmeldungen und deren Ortung vorgesehen ist. Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zu Inmarsat-Satelliten, die im GMDSS zusätzlich für Kommunikation eingesetzt werden, jedoch nicht in der Polarregion verfügbar sind.

Praktische Anwendung an Bord

In der Praxis richtet sich die Nutzung von COSPAS/SARSAT an Bord auf den korrekten Einsatz der EPIRB-Notfunkbake. Der Fahrzeugführer stellt sicher, dass eine zugelassene EPIRB-Seenotbake an Bord ist und im Seenotfall eine EPIRB-Notmeldung ausgelöst werden kann. Nach Auslösung wird die Notmeldung durch COSPAS/SARSAT empfangen und geortet, wodurch SAR-Fahrzeuge und gegebenenfalls SAR-Hubschrauber zum Havaristen geleitet werden können. Ergänzend kommen Systeme wie das NAVTEX-System, SART und der UKW-Seefunkdienst mit DSC-Kanal zum Einsatz.

Typische Prüfungsfragen oder Prüfungsfallen

Eine typische Prüfungsfalle besteht darin, COSPAS/SARSAT mit Inmarsat zu verwechseln. Während COSPAS/SARSAT ein reines Notsystem ohne Kommunikationsmöglichkeit ist, dienen Inmarsat-Satelliten der Satellitentelefonie. Ebenfalls prüfungsrelevant ist die Zuordnung von EPIRB-Notmeldungen und EPIRB-Notfunkbaken zu COSPAS/SARSAT-Satelliten. Weitere Fehlerquellen sind die falsche Annahme, dass über COSPAS/SARSAT Sprachfunk oder regulärer UKW-Funkverkehr möglich sei.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

COSPAS/SARSAT ist vom SARSAT-System und von SARSAT-Satelliten im engeren Sinn zu unterscheiden, die in denselben SAR & Notsysteme-Kontext fallen, aber begrifflich enger gefasst sein können. Gegenüber Inmarsat ist klarzustellen, dass COSPAS/SARSAT nur EPIRB-Notmeldungen empfängt und ortet, während Inmarsat für Kommunikation genutzt wird. Zudem unterscheidet sich COSPAS/SARSAT von anderen GMDSS-Seefunkanlagen wie UKW-GMDSS-Funkanlage, GW-DSC-Funkanlage oder NAVTEX-System, die für laufende Kommunikation oder nautische Informationen vorgesehen sind.

Zusammenfassung

COSPAS/SARSAT ist ein zentrales Element im Bereich SAR & Notsysteme des GMDSS. COSPAS/SARSAT-Satelliten empfangen und orten EPIRB-Notmeldungen von EPIRB-Notfunkbaken und ermöglichen so das Einleiten von SAR-Maßnahmen. Das System ist ein reines Notsystem ohne Kommunikationsfunktion und muss im SRC-Kontext klar von Inmarsat, UKW-Seefunkdienst, NAVTEX-System, SART und anderen GMDSS-Seefunkanlagen abgegrenzt werden.

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